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Räucherwerk
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Räucherwerk - Was ist das?
Als Verräuchern bezeichnet man das Verglühen ausgewählter Stoffe (auch als Räucherwerk bezeichnet) auf glimmenden Kohlen oder
auf einem warmen Untergrund. Grund. Durch das Erhitzen werden bestimmte Stoffe abgegeben.
Im Großen und Ganzen könnte man jeden Stoff räuchern, welcher die erwünschten Wirk- oder Duftstoffe (meistens in der Form von
ätherischen Ölen) beinhaltet, und eben jene bei dem Verglühens abgibt. Dieses umfasst sog. Stoffgruppen wie Baumharze, Hölzer
(Räucherholz), Heilkräuter u.a.
Die wohl bekanntesten Stoffe zum Räuchern sind unter anderem Weihrauch und Myrrhe, welche auch in den christlichen
Gotteshäusern zur Anwendung kommen.
Der Weihrauch an sich ist ein körniges getrocknetes Harz, das sogar schon von den alten Ägyptern für rituelle Zwecke
verwendet wurde.
Wie z. B. während der altertümlichen Mumifizierung wichtiger und vermögender Leute. Aber auch alltäglich als gut duftendes,
säuberndes und auch Infektionshemmendes Räucher- und Heilmittel. Aber das geschah insbesondere in in reichen Kreisen.
Das Harz entwickelt während des Räucherns einen aromatisch riechenden Rauch.
Das Harz wird in verschiedenen Konfessionen (z. B. der orthodoxen und katholischen Kirche) seit der Mitte des ersten
Jahrtausends bis zum heutigen Tage bei verschiedenen Ritualen genutzt. Meistens vermengt mit anderen Harzen wie z. B. Myrrhe,
Galbanum, Lorbeer etc. Manchmal bezeichneten die Menschen auch durchaus andere Räucherharze als Weihrauch.
Im katholischen Gottesdienst wird der Weihrauch mit einem sog. Rauchfass geräuchert. Es befindet sich an einer kürzeren Kette
und wird von Hand in und her geschwenkt. Oder das Rauchfass hängt an einer bis zum Boden reichenden Kette als Pendel von der
Kirchendecke herab und die Schwingbewegung wird durch vertikal rhythmischen Zug an dem Seil verstärkt.
Um die bisweilen eklige Bildung von Rauch zu verhindern, kann man eine asiatische Räucherart verwenden, die sog. “Kodo”.
Bei dieser Methode wird die glimmende Kohle mit Asche zugedeckt und eine Platte aus Metall wird oben darauf gelegt. Auf
dieser Metallplatte verdunsten die Wirk- und Duftstoffe, ohne dass eine direkte Verbrennung stattfindet.
Räucherwerk sind verfügbar in verschiedenen Variationen auf unserem Markt. Die bekannteste Form ist das Räucherstäbchen.
Diese werden durch Auftragen (Rollen) der verschiedenen Wirkstoffe auf ein Bambus- oder aber Holzstäbchen hergestellt. Oder
eine Mischung aus verschiedenen Substanzen wird sofort in die Stäbchenform gepresst oder auch geknetet.
Den Räucherstäbchen werden je nach Zusammenstellung der Extrakte beruhigende, konzentrierende, ja sogar heilende Effekte
zugeschrieben. Räucherstäbchen, die einen Holzträger haben, entwickeln mehr Qualm und besitzen wegen des mitverschwelenden
Holzes keinen so puren Duft. Gegenüber dem Räuchern von losem Räucherwerk auf Kohle sind Stäbchen bequemer in der Benutzung,
verbrauchen sich langsamer und Düfte sind einfacher herzustellen.
Es sind aber genauso Räucherkerzchen auf dem Markt. Hierbei werden die Substanzen zermahlen, zu einem feuchten Teig vermischt
und dann in die Förmchen getan. Anschließend trocknen die Kerzchen und werden dann eingepackt.
Das sog. Räuchern dient einerseits der Erzeugung aromatischer Gerüche, zum Anderen aber auch zu alternativmedizinischen,
religiösen und zu magischen Zwecken, als Paraphernalia (Gegenstände, die zu einem speziellen Kult zugehören und deren
Bedeutung lediglich innerhalb dieses Kultes zu sehen sind).
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